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06.02.2023

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Ein Blick ins Gestern für den Unterricht von morgen


14.12.2022

Bild Ein Blick ins Gestern für den Unterricht von morgen

Zum Abschluss des Schulhalbjahres stand für die Schüler*innen des Geschichtskurses 13/3 bei frostigen -8°C die Fachexkursion ins Bundesarchiv Stasiunterlagen-Archiv in Berlin an. Einer freundlichen Begrüßung durch die Referentin Frau Altendorf folgte eine kurze Impulsrunde, was die Schüler*innen bereits über das Leben der Menschen in der DDR wissen. Zentrale Begriffe wie das Gründungsjahr 1949, den Mauerbau 1961, Fluchtbewegungen oder das Ausspionieren der Bevölkerung waren erste Eindrücke, die auf das zentrale Thema der Exkursion, die Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit in der DDR, hinführten. Nach einer Kaffeepause setzten sich die Schüler*innen in Kleingruppen in Form eines Workshops mit vereinzelten Schicksalen von Jugendlichen in der DDR auseinander, die in unterschiedlichster Weise mit dem Überwachungsapparat der DDR in Verbindung standen. Mithilfe von Abschriften der Original-Aktenauszüge erhielten die Gruppen Einblick z.B. in die Stasi-Ermittlungen im Fall von sieben von „staatsverachtende Parolen“ wie z.B. „Wir sind mündig, doch wir haben nichts zu sagen“ oder „DDR - Eingesperrt“, an Rostocker Hauswänden in den 1980er Jahren. Ein anderer Fall offenbarte, wie die Stasi bei der Anwerbung von Inoffiziellen Mitarbeitern vorging – mit der Botschaft, dass ein „Nein“ auch in der DDR möglich gewesen – die Frage ist nur zu welchem Preis. Eine Botschaft, die Frau Altendorf auch den Schüler*innen für ihr eigenen Werdegang mit auf den Weg gab.



Nach der einstündigen Arbeit mit den Materialien stellten die Gruppen ihre Erkenntnisse vor. Frau Altendorf zeigte sich erfreut und lobte den Kurs für die gezeigte Arbeits- und Vortragsweise. Durch die Auseinandersetzung mit den Dokumenten wurden den Schüler*innen die fragwürdigen Methoden und Motive der Stasi aufgezeigt, zugleich wurden Sie durch Frau Altendorf für die kritische Betrachtung der Materialien sensibilisiert.



Nach der Quellenarbeit und dem intensiven Austausch führte uns Frau Altendorf im Anschluss durch das Büro und den privaten Rückzugsraum vom ehemaligen Leiter des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) Erich Mielke. Von dort führte uns der Weg ins „Herzstück“ der BSTU, dem Archiv. Kilometerweise Originalakten lagern auf insgesamt sechs Etagen allein in der BSTU in Berlin – ein gewaltiger Eindruck mit dem Wissen, dass dort das durchleuchtete Schicksal zehntausender DDR-Bürger*innen liegt. Hinzu kommen tausende Säcke mit zerschredderten Dokumenten, die die MfSMitarbeiter*innen in den letzten Tagen des MfS versucht haben vernichten, um die Taten des MfS zu vertuschen.



Die Schüler*innen haben sich an dem Tag mit einem Lebensabschnitt ihrer Eltern und Großeltern auseinandergesetzt. Ab Januar gilt es, an das in der Exkursion erworbene Wissen anzuknüpfen und weitere Aspekte des Lebens und der Gesellschaft in DDR kennenzulernen.



[Hr. Bauch]




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